Markt Bad Bocklet

Wappenbeschreibung Marktgemeinde Bad Bocklet

Mit Bescheid vom 16. Februar 1982 genehmigte die Regierung von Unterfranken das Wappen der Marktgemeinde Bad Bocklet mit folgender amtlicher Beschreibung:

In Blau ein silberner Heilbrunnen, darüber rechts ein goldenes Schildchen, darin auf grünem Dreiberg eine links gewendete, rot bewehrte schwarze Henne, links ein silbernes Schildchen, darin unter zwei schräg gekreuzten roten Streitkolben eine rote heraldische Rose.

Aus dem Gemeindewappen Bad Bocklets vor der Gebietsreform wurde der stilisierte Heilbrunnen übernommen, der die Bedeutung des im 18. Jahrhunderts entstandenen Heilbades hervorheben sollte. Die Zeichnung stellt den in der Nachkriegszeit neu errichteten Brunnen in der Wandelhalle dar.



Der Markt Bad Bocklet mit seinen Marktteilen Aschach, Großenbrach, Hohn, Nickersfelden, Steinach und Roth.

Südöstlich der Rhön, inmitten einer sanften Hügellandschaft, liegt der Markt an der Fränkischen Saale. Der Fluss fließt von den Haßbergen her über Bad Königshofen und Bad Neustadt am Dorf entlang und weiter über Bad Kissingen und Hammelburg nach Gemünden in den Main. Bad Bocklet gilt als das kleine, aber feine Kurbad. Es wird auch das Biedermeierbad genannt.

In unmittelbarer Nähe liegen die bekannten Kurorte und Staatsbäder Bad Kissingen, Bad Brückenau, Bad Neustadt und Bad Königshofen. Der Markt liegt im Naturpark Bayerische Rhön. im Herzen Deutschlands.

Die Verkehrsadern A 7 und die A 71 stellen wichtige Verkehrsverbindungen dar.

Schon immer war die Rhön Durchzugsland gewesen. Sie lag im Herzen Europas und durch sie führte die Strasse von Paris über Leipzig nach Warschau.

Das Waldgebiet, das der Rhön nach Süden vorgelagert ist, liegt im Buntsandstein , der für Ackerland weniger geeignet ist. Deshalb galt früher die Rhön auch als armer Landstrich. Bad Bocklet liegt am Rand des Naturparks Rhön. 1991 hat die UNESCO die Rhön international als Biosphärenreservat anerkannt.



Marktgemeindeteile

Luftaufnahme des gesamten Markt Bocklet



Luftaufnahme Aschach



Luftaufnahme Bad Bocklet



Luftaufnahme Großenbrach



Luftaufnahme Roth (li.) und Nickersfelden (re.)



Luftaufnahme Steinach (li.) und Hohn (re.)





Bad Bocklet
Das landschaftlich sehr reizvoll gelegene Moor- und Mineralbad ist frei von Durchgangsverkehr. Der mit Rokokobauten umgebene herrliche Kurgarten hat die Form einer Bischofsmütze. Der 1793 angelegten Garten wurde vor einigen Jahren zur Saale hin erweitert. Der klassizistische Brunnen-tempel (1787) und der Fürstenbau (1766) schirmen den Park nach außen ab.
Von dort ist es nicht weit in das nahegelegene historische Aschach . Die Ortsteile sind entlang der Fränkischen Saale aufgereiht wie Perlen an einer Schnur und jeder Ort hat seine ganz eigene Pracht. Auf der Saale kann man herrliche ausgedehnte Bootstouren unternehmen. Am Mühlenweg zwischen Aschach und Roth gibt es insgesamt 10 ehemalige Mühlen zu bestaunen. Erwandern kann man die Orte auch über den Karolingerweg der von Karlstadt bis Bad Königshofen meist entlang der Saale verläuft. Viele Tafeln informieren über die Spuren der Karolinger und mittelalterliche Geschichte der Ortsteile. In den ausgedehnten Wäldern gibt es Wanderwege nach Bad Kissingen oder in die Rhön. Am Klaushof, einer bei der letzten Pest 1568/69 aufgelassenen Waldsiedlung befindet sich ein Wildpark, ein Duftwald und ein Pfad der Baumgiganten.
Am Luitpoldsprudel bei Großenbrach befindet sich das Nordic Walking aktiv Zentrum. Der Vogelkundepfad Aschach oder das ehem. Kloster Frauenroth liegen in der Nähe. Seit 1950 erklingt in den Sommermonaten Hufgeklapper und Hörnerklang der alten Postkutsche in Bad Bocklet und Schloss Aschach.

Großenbrach
Den Anschluß an die neue Zeit hat man in Großenbrach mit dem Gewerbegebiet mit modernen Unternehmen und Gebäuden. Daneben ist es aber auch altes Siedlungs-gebiet wie ein Steinbeilfund aus der Eisenzeit beweist. Ein altes Pumpwerk und Erläuterungstafeln zu den Heilquellen gibt es am Luitpoldsprudel zu bestaunen.

Aschach
In Aschach begegnet man überall den Zeugen der Geschichte. Besonders im Schloß Aschach mit seinen vielfältigen Museen kann man diese bewundern. Der Bildstock-Wanderweg lädt zu einem Spaziergang durch den Ort.

Hohn
In einiger Entfernung von der Saale, die gerne von Bootsfahrern besucht wird liegt Hohn. Dort gibt es ein herrliches Fachwerk mit uraltem Schweinestall und weitere Fachwerkgebäude zu sehen.

Steinach
Steinach ist ebenfalls uraltes Siedlungsgebiet mit Zeugen früherer Wehrhaftigkeit. Dort wurde auch in den letzten Wochen des Zweiten Weltkriegs hart gekämpft. In der alten St. Nikolaus-Kirche befindet sich ein Riemenschneider-Kruzifix.

Roth
Nahe Roth stand einst über der Saale eine Reichsburg der Karolinger zum Schutz des Wasserwegs. Erwandern kann man die Orte über den Karolingerweg der von Gemünden bis Bad Neustadt entlang der Saale verläuft. Die Ruppelmühle in Roth nutzt zum Mahlen die Wasserkraft mit modernen Turbinen.

Nickersfelden
In Nickersfelden dem kleinsten Ortsteil befindet sich noch ein großer Ziehbrunnen und romantische Fachwerkgebäude.

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So finden Sie uns
Wegbeschreibung:

Von der A 7 aus Richtung Kassel kommend:

B 286 über Waldfenster bis Abzweigung nach Stralsbach in Richtung Bad Bocklet-Aschach.

Ca. 1 km nach Stralsbach rechts nach Bad Bocklet und Aschach.


Von der A 7 aus Richtung Würzburg kommend:

Abfahrt Oberthulba in Richtung Bad Kissingen bis B 286 weiter bis Abzweigung nach Stralsbach in Richtung Bad Bocklet-Aschach.


Von der B 287 kommend:

B 287 bis Bad Kissingen dort ca. 7 km in Richtung Bad Bocklet-Aschach.


Von der A 71 oder B 19 kommend:

Bei Münnerstadt von der B19 in Straße nach Burghausen (2 km südlich von Münnerstadt) oder Reichenbach (in Münnerstadt) abbiegen. Ca.12 nach Bad Bocklet und Aschach.


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Heilquellen und die Entwicklung des Bades Bad Bocklet

Bad Bocklet hat die eisenhaltigste Quelle Deutschlands. Die Heilquellen bilden sich im tiefen Untergrund. Manche Wässer sind hundert Jahre unterwegs, andere einige tausend Jahre. Säuerlinge oder Sprudel enthalten von Natur aus Kohlensäure. Die Heilquelle Luitpoldsprudel bei Großenbrach wird so bezeichnet. Das ist in Wasser gelöstes Kohlenstoffdioxyd (CO2), das größten Erdtiefen entstammt. Es kommt immer dort vor wo es erloschene Vulkane wie in der Rhön gibt.

Bad Bocklet, das Biedermeierbad im Bäderlandkreis Bad Kissingen hat ideale Kur- und Erholungsmöglichkeiten. Die Balthasar-Neumann-Quelle, im Volksmund Stahlquelle genannt, hat sich seit über 250 Jahren vor allen bei Herz/Kreislauferkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, Eisenmangel und bei Frauenkrankheiten bewährt. Das landschaftlich sehr reizvoll gelegene Moor- und Mineralbad ist frei von Durchgangsverkehr. Am Luitpoldsprudel bei Großenbrach befindet sich das Nordic Walking aktiv Zentrum.

Das Wasser in den 500 m tiefen Gesteinsschichten hat ein Alter von etwa 10000 Jahren. Mit zunehmender Tiefe wird es älter und wärmer durch den Zerfall radioaktiver Atome.

Nur in der Rhön gibt es so dicht gedrängt Mineral- und Moorheilbäder. Angeführt von dem Weltbad Bad Kissingen sind dies Bad Bocklet, Bad Brückenau, Bad Königshofen, Bad Salzngen, Bad Hersfeld, Bad Salzschlirf und das Kneippheilbad Gersfeld.

Über die Gesteinsspalten die zur Rhön führen gelangt nun das Heilwasser mit Druck der Kohlensäure an die Erdoberfläche.

Der Rohstoff für die Heilquellen liefert das aus der Zechsteinzeit stammende Steinsalz das im Kissinger Raum in einer Mächtigkeit von .bitte Papa fragen.. Metern im Untergrund vorhanden ist. Das Einzugsgebiet der Kissinger Heilwässer liegt im Vorland der Schwarzen Berge. Es wird durch die oberste Schicht des Zechsteins gestaut und von der Kohlensäure dort an die Erdoberfläche gedrückt, wo die Störungszone das Saaletal quert. Die bis zu 4 m dicke Auelehmschicht hindert das Wasser am Austritt und schützt gleichzeitig die Heilquellen.

Die Heilquelle wurde 1724 von dem Aschacher Pfarrer Georg Schöppner entdeckt. In der Folge kamen sogar höchste Herrschaften, wie die österreichische Kaiserin Sissi nach Bocklet.

Die Trinkkuren mit der Balthasar-Neumann-Quelle, die Mooranwendungen und das Mittelgebirgsklima sind für die Gesundheit sehr gut.

Der hohe Eisengehalt und die salinischen Stoffe sind sehr bekömmlich und können das Blutbild verbessern. Der Körper wird entschlackt und der Gewebestoffwechsel wird angeregt.

Der Luitpoldsprudel bei Großenbrach wird wegen dem hohen Kohlensäuregehalt zur Trink- und Badekur angewendet. Er wurde 1909 in 913 Metern Tiefe erbohrt und ist nach dem bayerischen Prinzregenten benannt. Die 1985 in Kleinbrach neu erschlossene Quelle konnte wegen des hohen Arsengehalts nur zum Baden verwendet werden, deshalb wurde die alte Quellfassung 1998 saniert. Es bleibt zu hoffen, dass bald ein Anschluss nach Bad Bocklet erfolgt.

Die Beschaffenheit der Gesteinsschichten ist verantwortlich für diesen nützlichen Bodenschatz. In den Einzugsgebieten müssen die Verordnungen zum Schutz der Heilquellen eingehalten werden.

Bad Bocklet, das Biedermeierbad im Bäderlandkreis Bad Kissingen hat ideale Kur- und Erholungsmöglichkeiten. Die Balthasar-Neumann-Quelle, im Volksmund Stahlquelle genannt, hat sich seit über 250 Jahren vor allen bei Herz/Kreislauferkrankungen, rheumatischen Erkrankungen, Eisenmangel und bei Frauenkrankheiten bewährt.

Kurzer Abriss der Entwicklung Bad Bocklets:

In einer Stiftungsurkunde des Auraer Klosters wird Bad Bocklet 1122 das erste Mal urkundlich erwähnt.

1724 Pfarrer Johann Georg Schöppner aus Aschach gibt seine Entdeckung einer Heilquelle an den Fürstbischof weiter
1754 Errichtung Badehaus
1760 Bau eines Gästehauses
1766 Errichtung Fürstenbau
1787 Errichtung Saalbau und Brunnentempel
1793 Anlage des späteren Kurgartens
1876 Bau des Badehauses
1912 Neufassung der „Stahlquelle“
1928 Gründung eines Kurvereins
1937 Erhebung, Verleihung Bad
1941 Bei der Neubohrung der Heilquelle durchschlägt eine Fontäne das Dach des Brunnenbaues
1948 Neubohrung der Mineralquelle
1954 Eröffnung Kurmittelhaus
1959 Bau der Laurentiuskirche
1966 Errichtung Miniaturgolfanlage
1974 Eröffnung Kurklinik
1979 Erbauung Schulturnhalle
1980 Rathausumzug in größeres Gebäude
1986 Umbau Wandelhalle mit Kursaal
1987 Einweihung neuer Kursaal, Privatisierung des Staatsbades
1998 Auftritt der Historischen Persönlichkeiten
2005 Markt Bad Bocklet wird Kleinzentrum - entscheidend war Einzelhandels-Umsatz, Zahl der Beschäftigten und Einpendler
Einrichtung einer Außenstelle des Franzikushofes
Erweiterung der Kurklinik um eine geriatrische Rehabilitationsabteilung

Kur- und Touristikinformation | Kurhausstrasse 2 | 97708 Bad Bocklet | Tel.: (09708)707030 | Fax: (09708)707030 | E-Mail: info@badbocklet.de | Homepage: www.badbocklet.de

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Schloss Aschach


Unmittelbar an der Fränkischen Saale erhebt sich malerisch auf einer kleinen Anhöhe das mächtige sogenannte Große Schloß, der ehemaliger Palas mit dem (Burgturm) der älteste Teil der einstigen Burg Aschach.

Es ist vor 1200 unter der Herrschaft der Herren von Henneberg als Feudalsitz entstanden. Dem Schlosse vorgelagert sind Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude, wie sie einst zu einem Amtssitz gehörten.

An der Saalefront erkennt man am Kellergeschoss des nachgotischen Großen Schlosses an dem charakteristischen Bossenmauerwerk , dass das die Burg schon zur Stauferzeit im 12.Jahrhundert bestand. Die Umfassungsmauern dort sind weitgehend in bischöflicher Zeit errichtet worden. An der südlichen Giebelseite umschließt die Mauer ein kleines Plateau das als Geschützstand diente.

Das turmflankierte Schloßportal von 1524 mit dem reich ornamentierten, handgeschmiedeten Gitter aus dem 19. Jh. öffnet den Blick auf den äußeren Burghof mit dem schönen englischen Park. Vor der Einfahrt in das Kleine Schloss befand sich in ältester Zeit das eigentliche Burgtor, das wahrscheinlich über eine Brücke zu erreichen war.

Eine einzigartige Besonderheit ist die alte gelbe Postkutsche die zwischen dem Schloss, Bad Bocklet und Kissingen verkehrt. Wenn man die fröhlichen Klänge des Posthorns und das Pferdegetrappel in dem Burggemäuer hört glaubt man sich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt. Betritt man den idyllischen Schlosshof kann man in Stille am Cafe sitzen, den Blick auf uralte Linden, Blumen, große Freitreppen, Türme und Mauern genießen. Wenn man durch das hintere Tor aus dem herrlichen Schlosspark tritt befindet man sich inmitten von Wiesen und Feldern in der freien Natur.


Die Schloßgründung schreibt man Graf Poppo VI zu, dem Vater des Minnesängers, dies wird auf ca. 1165 datiert.

Von Graf Hermann II von Henneberg, dem Stifter der Aschacher Linie, der 1292 starb, rührt der Spruch her:

Am besten gefällt mir das Haus Aschen,

So ich von meinen Brüdern hab erhaschen;

Denn es kann füllen Faß und Flaschen

Und auch Geld geben in die Taschen.



Man kann annehmen das sich Graf Otto von der Botenlauben der berühmte Minnesänger, mit seiner Gemahlin Beatrice in der Nähe ihrer Stiftung, des Klosters Frauenroth, nämlich in der Burg Aschach aufhielten. Grund zu dieser Annahme ist, das das Kloster Zeit durch die danebenliegende Burg Burkardrode geschädigt wurde. Otto von Botenlauben nahm am vierten und fünften Kreuzzug ins Heilige Land teil. Danach verkauft er die Besitzungen seiner Gattin, die aus dem französischen Geschlecht von Courtenay stammt und eine Nichte des Königs von Jerusalem ist. Dafür stiftet er 1231 das Zisterzienserkloster Frauenroth.



Kleines und großes Schloss

Zu den umfangreichen Sammlungen der Familie der Grafen von Luxburg gehören Gemälde, Skulpturen, Augsburger Silber, Porzellan, Möbel sowie die außergewöhnliche Sammlung ostasiatischer Kunst. Dies alles und das einzigartige Schulmuseum machen den Besuch des Schlosses zu einem einmaligen Erlebnis.

Kleines Schloss Aschach


Das Schloss Aschach auf einer Anhöhe im Dorf erhebt sich über die Fränkische Saale und wurde erstmals 1197 urkundlich erwähnt. Die Anfänge der heutigen Burganlage fallen in die Zeit der Staufer Anfang des 13. Jahrhunderts. Die Fürstbischöfe von Würzburg nutzten das Schloss das auch das Verwaltungszentrum des Amtes Aschach war für häufige Sommeraufenthalte bei denen sie oft die heilenden Kräften der nahen Quellen nutzten.

Konrad von Bibra kam nicht bloß im Jahre 1540 hierher um „unter den Linden beim Schenkhaus“ die Erbhuldigung der Aschacher, Steinacher, Nüdlinger und Hohner sowie des Amtes Botenlauben vorzunehmen, sondern er stattete 1542 dem Schloss, das als ein „wohl erbautes Lust- und Jagdschloss“ galt, einen Besuch ab.

Während der Bauernaufstände 1525 wurde die im 12. Jahrhundert erbaute Burg schwer beschädigt und dreißig Jahre später im Markgräfler Krieg fast völlig zerstört, kurz darauf jedoch wieder aufgebaut.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts war im Großen Schloss eine Oberförsterei mit Wohnungen und das Rentamt untergebracht.


Rhönspruch im Schloss Aschach:

Mellrichstadt hats Feld
Münnerstadt hats Geld
Fladungen hats Holz
Neustadt hat den Stolz
Kissingen hats Salz
Königshofen hats Schmalz
Bischofsheim hat den Fleiß
so hast den Rhöner Kreis


In Münnerstadt brachten die Deutschordensritter und die Augustiner das Geld in die Stadt. Um Bischofsheim bereiteten viele Köhler die Holzkohle für die Eisengewinnung und die Glasmacher her.

Der Industrielle Wilhelm Sattler aus Schweinfurt erwarb das Schloss nachdem es lange Zeit nach der Säkularisation 1803 leer stand und richtete eine Steingutfabrik ein, die allerdings 1854 wegen billigerer Importe schließen musste.

Sattler war Besitzer mehrerer Zucker- und Farbfabriken, er erwarb das Schloß für nur 5000 Gulden. Die glockenförmigen Brennöfen der Steingutmanufaktur Sattlers standen im äußeren Hof, die damals noch vorhandenen Ställe im inneren Hof dienten als Materialdepot. Aus Oberthulba kam der Kalkspat und aus Abtsroda der Ton.

Die Sattlers wohnten mit ihren 14 Kindern in Kissingen. Nach Wilhelm Sattlers Tod 1861 versuchte Anton Sattler mit erheblichen Mitteln das Schloß dem Zeitgeist folgend in seinem ursprünglichen Stil wiederherzustellen. Er ließ das Untergeschoss des Erkerbaues zu einer Kapelle umgestalten. Er stattete auch ein Zimmer mit der einzigen vollständigen Serie von Tapeten mit den Feldzügen Napoleons aus. 1871 hatte er alles an seinen Bruder Dr. Ernst Sattler aus Coburg verkauft, der Interesse an den Erträgen des Mühl- und Sägewerks hatte.

Der verkaufte es 1873 an den königlich bayerischen Regierungspräsidenten von Unterfranken und Aschaffenburg, Dr. Friedrich Graf von Luxburg. Der Graf stattete das Schloß mit Möbeln im altdeutschen Stil und umfangreichen Kunstsammlungen aus Gemälden, Gobelins, Glas, Porzellan, Silber und Zinn aus und zog 1874 ein.
Dessen Sohn der Diplomat in Ostasien war übernahm die Besitzungen und vermehrte die Kunstschätze mit ostasiatischer Kunst. Der ‚Eiserne Kanzler‘ Fürst Bismarck besuchte das Schloss jährlich während seiner Kuraufenthalte in Bad Kissingen.

Der im 84 Lebensjahr stehende Dr. Karl Graf von Luxburg übergab 1955 das Schloß und seine Sammlungen nebst 400 Morgen Wald dem Bezirk Unterfranken als Geschenk. Seine Gattin, die Gräfin Carola, geb. Martinez de Hoz, wohnte in den Sommermonaten in einigen Zimmern des Großen Schlosses bis sie in Buenos Aires, Argentinien, 1968 verstarb.

Viele Evakuierte und Flüchtlinge fanden dort beim Zweiten Weltkrieg eine Bleibe. Kurzzeitig war dort auch das Hauptquartier des Generalfeldmarschalls Ewald von Kleist. Seit 1957 ist es als Graf-Luxburg-Museum der Öffentlichkeit zugänglich.

Neu hinzugekommen sind noch ein Schulmuseum im ehemaligen Förster- bzw. Gärtnerhaus und das Volkskundemuseum im Fruchtspeicher. Dort ist die bäuerliche Wohnkultur und Hauswirtschaft der Jahre 1850 bis 1950 ausgestellt.

Die originale Landschule ist im ehemaligen Gärtnerhaus von 1774 untergebracht. Dort befinden sich Lehrmittel, Mobiliar und Fotos, welche einen Eindruck von den Landschulen bis etwa 1950 vermitteln.

Im barocken Fruchtspeicher von 1692 und in einem Scheunenneubau ist die Volkskunde mit bäuerlichem Leben, Wohnen und Wirtschaften in der Rhön von 1850 bis 1950 ausgestellt.

Die verschiedenen Ausstellungen dokumentieren hier äußerst anschaulich das Leben und Arbeiten in einer längst vergangenen Zeitepoche. Daneben gibt es noch viele weitere Veranstaltungen wie z. B. Feste, Konzerte (Aschacher Spätlese ), Kindergeburtstag, Postkutschen-Fahrten und Trauungen im Schloss.

Das Restaurant im herrlichen Schlosshof unter den alten Linden sorgt für das leibliche Wohl der Besucher.

Die Öffnungszeiten der Schlossmuseen sind vom 01. April bis 30. September von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr, und vom 01. Oktober bis 31. Oktober bis 17.00 Uhr jeweils täglich außer Montag (Ausnahme von Feiertage).

Museen Schloss Aschach | Schlossstraße 24 | 97708 Bad Bocklet-Aschach | Telefon 09708/6142 | Fax: (09708)6104 | E-Mail: schloss.aschach@bezirk-unterfranken.de | Homepage: www.bezirk-unterfranken.de



The castle of Aschach

About four miles from Bad Kissingen visitors find an ancient castle which is worthwile being visited: Schloss (german name for castle) Aschach.

Originally, Schloss Aschach was known as „Aschach Forest“ and belonged to the North Franconian and Thueringen Dukedom of the Henneberg line. The first fortification was constructed in the late periode of the 12th Century by Duke Poppo VI of Henneberg. Later on, Poppo´s son, the famous medieval minstrel and poet Otto von Botenlauben, also constructed a fortress in Bad Kissingen, the ruins still overlook the city. Poppo´s followers expanded the fortress. The castle was sold to the line of the Bishops of Würzburg during the late periode of the 15th Century. The last member of the Henneberg line died during the 16th Century.

Throughout the history of the castle there have been many disasters. The first destruction was the work of Duke Albrecht Alicibiades von Brandenburg, the leader of the „Brandenburg Marchers“, who raised havoc throughout the distict of Würzburg. At this time, a large part of the castle was destroyed by flames. Archbishop von Wirsberg restored the castle again, expanded it, and added its charakteristic step-like gables. His coat of arms, displaying the Franconian rake and the flag of the Franconian Duchey can be found over the portal. During the Thirty-Years-War, particulary from the years 1631 – 1634, the castle and its domain were under swedish occupation.

In 1829 the castle was sold to the Schweinfurt Industrialist Wilhelm Sattler, who turned the castle into a pottery factory. Sattler’s heirs sold the castle once again when the factory was shot down in 1861. In 1874 the administrative president of Lower Franconia, Dr. Friedrich Duke of Luxburg, removed the remmant of the pottery factory and began the collection of a number of very valuable and rare Paintings, sculptures, carvings, furnitures, glass, chine porcelain and other works of art.

The castle has remained undamaged from this time on, and presently serves as a display of invaluable and rare home decor of the 19th Century. The guest list of the castle is filled with names of prominent heads of Goverment, artists and royalty. In 1929 Dr. Friedrich’s son, Karl Duke of Luxburg, took over the castle and continued the father’s work of collecting fine pieces of art. Having served as a diplomat to Asia at the turn of the Century, Duke Karl had collected many pieces of rare Chinese and Japanese ceramics which are now displayed in the castle.

In 1955 Duke Karl of Luxburg donated the castle and its contents to the State in memory of his father. In 1956 Duke Karl died in Buenos Aires at the age of 84. Since 1957 the castle has been open to the public as the „Duke Luxburg Museum“. In 1963 the first castle concerts began.

One of the touristic highlights is a ride on a nostalgic mail coach which is the last fourhouse one in Germany to run an authentic mail route between the Biedermeier spa Bad Bocklet Bad and Kissingen.

A special experience is the “Rakoczy Fest” in Bad Kissingen, a festival celebrated at the end of July. Carriages drive illustrious spa guests through the town with the Jugendmusikorps.

Since 1220, romantic stories have grown up around the castle ruin Botenlauben above Bad Kissingen. There is the “Legend of the Veil”, for instance: according to the legend, the wind tore off the veil on Otto’s wife Beatrix’s hat and blew it across the countryside. Otto vowed to build a monastery on the spot where the veil was found. And this is just was happened – Frauenroth Monastery still stands today 12 kilometres from Bad Kissingen.


Grafen von Henneberg:



1096: Die Grafen von Henneberg stammen wahrscheinlich von einer der Abtei Fulda nahe stehenden edlen Familie. Im Jahre 1057 werden drei Brüder erwähnt, Bilis (ein Würzburger Kanoniker), Poppo I. (verh. mit Hildegard von Thüringen) und Gotebold I. (verstorben zwischen 1091 und 1094). Die Söhne von Poppo I., Gotebold II. und Poppo II. werden in einer Urkunde von 1096 über einen Tausch zwischen dem Hochstift Würzburg und dem Kloster Camburg erstmals als Henneberger erwähnt. Der Stammsitz der Grafen von Henneberg war die Henneburg, sie wurde zwischen 1086 und 1096 erbaut. Der Name Henneberg wird abgeleitet von hagan, hagin = hain, hat also mit dem Tier „Henne“ nichts gemein.

12. Jahrhundert: Die Burg Aschach bestand wahrscheinlich schon als der Minnesänger Graf Otto von Bodenlauben, ein Henneberger, 1197 dem Kloster Frauenroth die Burgmühle in Aschach übergab.

Das Grabmal des Minnesängers Graf Otto Bodenlauben und siener Frau Beatrix befindet sich in der Klosterkirche von Frauenroth.

1274: Das alt - hennebergische Land wurde nach dem Tode von Heinrich III. an seine drei Söhne aufgeteilt. Es entstand die Linie Henneberg-Schleusingen unter Berthold V., Henneberg-Aschach unter Hermann II. und Henneberg-Hartenberg unter Heinrich IV. Graf Heinrich IV. war verheiratet mit Kunigunde von Wertheim und hatte drei Söhne und drei Töchter. Am 30. August 1317 starb er, und sein Sohn Poppo IX. übernahm das Erbe.

1378: Poppo IX. Sohn Berthold IX., der nach dessen Tod die Regierung übernahm und ohne Nachkommen war, verkaufte Schloss Hartenberg und die um 1300 neu gebaute Stadt Römhild an seinen Vetter Hermann V. von Henneberg-Aschach. Die Hartenberger Linie war somit ausgestorben.

1391: Graf Hermann V. trennte sich 1391 von seinem Stammsitz in Aschach und verlegte seine Residenz nach Schloss Hartenberg bei Römhild. Fortan nannten sich die Aschacher Grafen von Henneberg-Römhild.

1465: Die zwei Brüder Otto und Friedrich regierten zunächst zusammen. 1468 teilten sie ihr Land. Friedrich II. blieb in Römhild auf der Hartenburg, Otto IV. residierte in Aschach und Münnerstadt. Er blieb unverheiratet und vererbte den verbliebenen Rest seines Landes nach seinem Tod am 9.6.1502 in Römhild an seinen Neffen Hermann VIII.

1491: Die Burg geht in den Besitz der Würzburger Fürstbischöfe über.

1549: Wegen der großen Schulden verkaufte Berthold 1548 seine Herrschaft an die Grafen von Mansfeld, seine Schwäger, kurz darauf verstarb er. Die Linie der Grafen von Henneberg-Römhild war ausgestorben.

1583: Auch der letzte Graf der Henneberg-Schleusinger Linie starb ohne Nachkommen. So endete ein über 500jähriges Kapitel im Land südlich des Rennsteigs, da, wo es auch seinen Anfang genommen hatte.

Weiter abwärts an der Saale befindet sich auch die Ruine Trimburg. Sie steht trutzig auf einer steilen Bergnase über dem Saaletal. Die Dynasten von Trimberg waren durch Heirat sehr eng mit den Hennebergern verbunden.

Das Schloss Aschach liegt auch an dem 106 km lange Karolingerweg, der sich zwischen Karlburg und danach meist an der Saale entlang bis nach Königshofen erstreckt. Eingeweiht wurde dieser erzählende Wanderweg, der vom Rhönklub markiert wurde, im Jahre 2000, 1200 Jahre nach der Krönung in Aachen.

Für den Historiker Dr. Erwin Muth aus Wittershausen steht fest, dass Kaiser Karl der Große mehrfach die fränkische Saale befahren hat. Das Saaletal soll ihm als Stützpunkt und Hinterland bei seinen jährlichen Feldzügen gegen die Bayern, Sachsen, Slawen und Awaren gedient haben. Zeugnisse aus dieser Zeit sind Weinberge in Machtilshausen und Langendorf, die zu dem Königshof gehörten der 777 an das Kloster Fulda verschenkt wurde. Weitere Zeugnisse sind die Klösterchen Brachau bei Kleinbrach, sowie Mattenzell bei Machtilshausen oder in der Nähe des Klosters Altstadt bei Hammelburg. Später hat sich der Schwerpunkt der Karolinger zur Burg Salz bei Bad Neustadt verlagert.


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Aktuelles und Statistik


Aschacher Kunst- und Genussmarkt

Aschacher Kunst- und Genussmarkt am letzten Septemberwochenende trotz vielen anderen Veranstaltungen in der Region wieder ein voller Erfolg. Alle im hatten wieder zusammen geholfen und auch das Wetter meinte es gut beim Markt, bei dem mehr als 40 Stände zwischen Schlossstraße und Kindergarten aufgebaut waren.

Kunstausstellungen gab es in der Zehnthalle, im KunstRaum und im Schlosspark zu bewundern. Der Kindergarten bot ein Konzert der Tip-Top-Singers und das spannende Bochenderenne auf der Aschach, bei dem der Bürgermeister Wolfgang Back wieder moderierte. Der Heimat-, Wander- und Gartenbauverein zeigte wieder seine Apfelsaftkelter und führte zu den Bildstöcken.

Weiterer Publikumsmagnet war unter anderem die Vorstellung alter Handwerkstechniken auf Schloss Aschach zum Abschluss der Bezirkskulturtage. Im Säbsgoarde am Feuerwehrhaus spielte das Jugendmusikkorps Bad Kissingen, im Hof von Michael Back gab es eine Gitarrennight, im KunstRaum Jazz, in der Heckenwirtschaft Bäckerei Laudensack war das Kreuzbergquintett und im Schlosshof eine sinfonische Gospel-Night.



Ballonglühen und Ballonflug zog zahlreich Besucher nach Bad Bocklet.


Blick auf Aschach

Herrliche Rundblicke auf die schönen Dörfer boten sich vom Ballon aus.


Der halbe Ort half mit Tische und Bänke am Brunnenbau aufzustellen.

Partnerschaft

Seit 2001 besteht eine Gemeindepartnerschaft zwischen dem Markt Bad Bocklet und Bad Königswart (Lazne Kynzvart) in Tschechien das 8 km vom bekannten Kurort Marienbad entfernt liegt. Auch ein sehr schönes Schloss dort macht einen Besuch lohnenswert.

Das Schloß Kynzvart im Bädergebiet des Bezirks Cheb (Eger) ließ der österreichische Kanzler W. L. Metternich in den Jahren 1821 - 1836 zu einem Empireschloß umbauen. Im Schloß befindet sich eine wertvolle Bibliothek, die mittelalterliche Handschriften, Wiegendrucke und wertvolle Drucke aus dem Benediktinerkloster in Ochsenhausen, wissenschaftliche Bücher und Enzyklopädien aus einer Reihe von wissenschaftlichen Bereichen enthält. Im Jahre 1828 wurde auf Veranlassung des Kanzlers Metternich im Schloß ein Museum eingerichtet, in dem naturwissen-schaftliche Sammlungen, Münzen, historische und technische Kuriositäten, Handschriften, alte ägyptische Denkmäler, Marmorplastiken und Gegenstände der orientalischen Kunst zu sehen sind.

Initiatoren der Partnerschaft waren auch die frühere Bürgermeister Dr. Petr. Streblov und Ernst Hartl. Die jetzige Bürgermeisterin Renata Hornakova machte ihren Antrittsbesuch in Bad Bocklet im April 2004.

Steinach an der Saale pflegt seine Partnerschaft mit Steinach bei Straubing seit 1986.


Bevölkerungsentwicklung

(lt.Bayerisches Landesamt f. Statistik u. Datenverarbeitung)

Volkszählung Bad Bocklet
01.12.1840 2764
01.12.1871 2773
01.12.1900 2620
16.06.1925 2557
17.05.1939 2498
13.09.1950 3224
06.06.1961 3073
27.05.1970 3491
25.05.1987 3753
31.12.2003 4641

Unterfranken Bad Bocklet
31.12.1960 1085007 3077
31.12.1970 1185217 3458
31.12.1980 1195236 3634
31.12.1990 1258997 4152
31.12.1998 4572
31.12.1999 4572
31.12.2000 1335991 4649
31.12.2001 4641
31.12.2002 4640
31.12.2003 4641
31.12.2004 4622


Die Einwohnerzahl von Aschach fiel von 2003 zu 2004 um 4 Personen auf 1027 Einwohner, die von der Marktgemeinde um 29 auf 4622 Einwohner

Im Hauptort wohnen 33 Prozent aller Einwohner, in Aschach und Steinach jeweils 22 Prozent, in Großenbrach 10, in Roth 7%, in Hohn 5% und in Nickersfelden 1% der Einwohner.


Die Gemarkungen der Großgemeinde haben folgende Größen:

AschachBad BockletGroßenbrachSteinachHohnRothNickersfelden
712 ha558 ha432 ha543 ha241 ha170 ha153 ha


Öffnungszeiten Verwaltung Bau-/Wertstoffhof Erdaushubdeponie Steinach

Mo – Fr: 8:00-12:00 Do: 16:00-18:00 Mo, Di u. Do: 8:00-17:00

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Rhön und Frankenland

Kelten und Germanen haben hier gesiedelt und Gräber und Wallanlagen hinterlassen. Die Franken haben das Land in Besitz genommen und zahlreiche Burgen errichtet. Dann bauten die Fürsten und Bischöfe herrliche Schloßanlagen. Zusammen mit Kirchen und Klöstern in dieser landschaftlich reizvollen Gegend sind das Anziehungspunkte für viele Besucher. Die schönen Dörfer sind das Touristikpotential der Region.


Zu den Reiseregionen in Franken, Zentren in Klammer, gehören:

Rhön (Bad Neustadt, Bad Kissingen), Hassberge (Hofheim), Steigerwald (Ebrach), Spessart (Aschaffenburg), Fränkisches Weinland (Würzburg), Oberes Maintal – Coburger Land (Lichtenfels), Frankenwald (Kronach), Fichtelgebirge (Fichtelberg), Land an der Romantischen Straße (Rothenburg), Rangau (Ansbach), Fränkische Schweiz (Ebermannstadt), Frankenalb (Lauf), Naturpark Altmühltal (Eichstätt) und Neues Fränkisches Seenland (Gunzenhausen).


Die Landschaft Rhön

Rhön bedeutet soviel wie Lavafeld, steiniges Land, Felsgebiet und kommt aus dem Altgermanischen. Die nördliche Rhön nannte man einst Buchonia oder Buchenland.


Charakteristisch für die Region sind die zahlreichen Burgen, Schlösser, Wehrkirchen und Bildstöcke. Weiterhin der Segelflug, die Holzschnitzereien, gutes Bier und die große Auswahl an Mineralwassern. Die Rhön ist zu jeder Jahreszeit reizvoll. Die Geologie-Interessierten kommen im März/April, die Pflanzenliebhaber im Mai/Juni, die Wanderer im Spätsommer und Herbst und die Wintersportler ab Dezember.

Aus dem früher notwendigen Broterwerb in den armen Rhöndörfern entwickelte sich ein typisches Rhönschnitzer-Handwerk mit eigenen Schnitzschulen.


Panoramabild Hohe Rhön, Südrhön und Ausläufern des Spessarts mit dem Einzugsgebiet der Fränkischen Saale.

(Bild: Wasserwirtschaftsamt Schweinfurt)

Die fränkische Saale hat eine Länge von 142 km zwischen der Quelle bei Alsleben und der Mündung in den Main bei Gemünden.

Sie schlängelt sich von den Hassbergen an der Rhön entlang bis in den Spessart und prägt mit ihren lieblichen Windungen die Landschaft.

Die Fränkische Saale eignet sich zum Bootswandern für Familien und Anfänger. Wegen der Stromschnellen, Uferbewuchs und Untiefen nicht geeignet für Nichtschwimmer. Mehrere Bootsverleiher bieten auch geführte Touren an.

Die Aschach entspringt nordwestlich von Burkardroth, im Tal des Langer Berg und Gerhardsberg.

Die Südrhön mit dem Saaletal ist wegen eines „Mittelgebirgsföhns“ und durch relativ längere Sonnenscheindauer gegenüber der hessischen und Hohen Rhön etwas begünstigt.

Nach einer aktuellen Umfrage wird die Rhön allgemein als eines der schönsten deutschen Mittelgebirge und als abwechselungsreich, rau, aber doch blumig beschrieben. Die Gäste gaben an, das man immer wieder auf andere Landschaften trifft wenn man beim Wandern aus dem Wald heraus kommt. Die Rhön ist das Land der offenen Fernen wegen ihrer weitgehend baumlosen Kuppen.

Es gibt viele Ausflugsziele und Freizeitaktivitäten in der näheren Umgebung Bad Bocklets:

Bad Brückenau Georgi-Kurpark, Deutsches Fahrradmuseum u. Freizeitbad Sintflut
Bad Kissingen Heilbadelandschaft KissSalis Therme, Bayerische Spielbank, Golfplatz und Wildpark
Bad Königshofen Mineralheilbad, Vorgeschichtsmuseum, Naturheilwassersee, Märchenpark
Bad Neustadt vollständig erhaltene Stadtmauer, Ruine Salzburg
Bischofsheim Industrieanlage Braunkohlestollen, Holzschnitzerschule
Dettelbach Wallfahrtskirche Maria im Sand, Rathaus, Stadtmauer mit über 40 Türmen
Ebern Heimatmuseum, Schloss Eyrichshof und Burgruinen Altenstein, Lichtenstein und Rotenhan
Elfershausen Ruine Trimburg
Fladungen Fränkisches Freilandmuseum und Rhönmuseum
Frankenheim Grenzinformations- und Friedenswege
Gersfeld Kneippheilbad und Hochwildpark
Hammelburg älteste Weinstadt Frankens, Rathaus, Schloss Saaleck und Stadtmuseum Herrenmühle
Hilders Wachsmuseum
Karlstadt Stadtgeschichtsmuseum
Kloster Kreuzberg „Heiliger Berg der Franken“
Lohr Spessartmuseum, Wallfahrtskirche
Maria Bildhausen ehem. Klosteranlage, Golfplatz
Massbach Freilichtbühne im Schloß
Mellrichstadt historische Altstadt, begehbare Stadtmauer aus 13. Jh. u. Grenzmuseum
Mespelbrunn Wasserschloss
Motten Wallfahrtskirche und Aussichtsturm
Münnerstadt Stadtpfarrkirche, Henneberg-Museum im Deutschordensschloss u. Klosterkirche
Oberbach Informationszentrum Biospärenreservat im Haus der Schwarzen Berge
Oberelsbach Pfarrkirche, Heiratsmarkt u. Naturschutzzentrum
Ostheim Kirchenfestung mit Naturkundemuseum, Orgelbau-Museum
Poppenhausen Fossilienmuseum Sieblos
Rother Kuppe Subtropisches Erlebnisbad
Schweinfurt Rathaus, Ev. Stadtpfarrkirche, Museen Altes Gymnasium, Reichsvogtei und Georg Schäfer, Golfplatz
Tann Stadttor und Museumsdorf
Wasserkuppe Deutsches Segelflugmuseum, Drachen- u. Segelflug, Sommerrodelbahn u. Rotes Moor

Hessisches Kegelspiel

Von Hünfeld aus erreicht man am schnellsten das Land, wo die Berge wie Kegel stehen. Das sind Klein-, Wiesels-, Appel-, Licht-, Breiten-, Rückers-, Stall-, Hübels- und Soisberg. An diesen Basaltkegeln vorbei zog einst Bonifatius, der Apostel der Deutschen, bevor er das Kloster Fulda gründete, das als wissenschaftliches und geistiges Zentrum aufblühte.


Als Wandertour bietet sich zum Beispiel der Aschachgrund an: Nach Besichtigung des Schlosses geht es durch den lieblichen Aschachgrund per Fuß oder Rad zur Borstmühle, von dort nach Frauenroth, wo man die Klosterkirche mit dem Grabmal des Otto von Botenlauben und seiner Gemahlin Beatrix besuchen kann. Nach kurzer Wegstrecke erreicht man Burkardroth mit dem Marktplatz an der wieder freigelegten Aschach. Von dort aus, an dem Bach entlang, erreicht man den Kleinen und Großen Appenhahn (447 m), mit den drei Quellen der Aschach: Vogelsbrunnen, Einsiedelbrunnen, Weißer Brunnen.


Als Ziele in der weiteren Umgebung und in Mainfranken bieten sich an:
Amorbach ev. Abteikirche, Wallfahrtskirche
Aschaffenburg Schloß St. Johannisburg, Park Schönbusch
Bad Mergentheim Museum Deutschordensschloss, Wildpark
Bamberg Dom, Panorama der 7 kirchenbesetzten Hügel, erhaltener Altstadtkern u. Alte Hofhaltung
Bauerbach Schillermuseum
Bullenheim Chorturmkirche
Dettelbach Wallfahrtskirche
Ebrach Ehem. Zisterzienserabtei
Eltmann Wallfahrtskirche
Fulda Schloßgarten, Orangerie, Michaelskirche und Deutsches Feuerwehrmuseum
Geldersheim Kirchenburg
Gemünden Unterfränkisches Verkehrsmuseum
Gerolzhofen Rüstkammer im Alten Rathaus
Gochsheim Gadenburg
Gößweinstein Wallfahrtsbasilika
Großwallstadt Kirchhofbefestigung
Haßfurt Ritterkapelle und Pfarrkirche
Herrnsheim Kirchenburg
Hessenthal Wallfahrtskirche
Iphofen Stadttor, Rathaus, Knauf-Museum und Museum in Kirchenburg Mönchsondheim
Kitzingen Pfarrkirche und Deutsches Fastnachtsmuseum
Kleinheubach Schloss
Kleinsassen Kunststation und Traumtheater
Klingenberg Pfarrkirche
Marktbreit Rathaus, Museum im Malerwinkelhaus
Meiningen Schloss, Götzhöhle
Miltenberg Fachwerkhäuser und Heimatmuseum
Mönchsondheim Gadenburg
Obernburg Römermuseum
Rasdorf Grenzmuseum Point Alpha
Retzbach Wallfahrtskirche
Staffelstein Basilika Vierzehnheiligen, Kloster Banz
Sulzfeld am Main Mainufer und Mauerring
Tauberbischofsheim Schloss
Veitshöchheim Schloss mit Rokokogarten
Volkach Marktplatz mit Rathaus, Bürgerhäuser und Vogelsburg, Kirche Maria im Weingarten
Werneck Schloss
Wertheim Glasmuseum, Burg und ev. Stadtpfarrkirche
Weikersheim Schloss
Würzburg Residenz mit Hofgarten, Dom, Käppele, Festung Marienberg, Martin-von-Wagner-Museum
Zella Propstei mit Fossilienmuseum

Reiseziele in Franken:
Burgenstraße Mannheim Nürnberg
Romantische Straße Würzburg Füssen
Alzenau Wallfahrtskirche mit Wehrmauer
Ansbach Markgrafenschloss und Hofgarten, Festung Lichtenau
Bayreuth Schloss, Hofgarten, Opernhaus und Eremitage
Bad Windsheim Fränkisches Freilandmuseum, Stadtkirche
Coburg Veste Coburg
Die Veste Coburg, Krone des Frankenlandes, mit ihren wehrhaften Mauern wurde nie eingenommen. Coburg war die Residenzstadt der Herzöge von Sachsen-Coburg und Gotha. Die stilvoll restaurierten Fachwerkhäuser und das Samba-Festival sind neben dem Thermalbad im nahen Bad Rodach weitere Anziehungspunkte für Besucher.
Colmberg Burg
Creglingen Herrgottskirche
Dinkelsbühl Knabenkapelle Dinkelsbühl - Knabenkapelle
Eichstätt Residenz, Dom, Jura-Museum
Erlangen Schlossgarten mit Hugenottenbrunnen und Orangerie
Feuchtwangen Ehem. Benediktinerstift
Gunzenhausen Jagdschloss, Limes
Heilsbronn Ev. Pfarrkirche
Hohenberg an der Eger Porzellanmuseum
Kronach Feste RosenbergKulmbach – Plassenburg mit Zinnfigurenmuseum, Spitalkirche
Nürnberg Germanisches Nationalmuseum, Verkehrsmuseum, Burg, Hesperidengärten, St. Lorenz
Pommersfelden Schloss Weißenstein
Rothenburg ob der Tauber erhaltener Altstadt und Stadtbefestigung, Stadtpfarrkirche, Rathaus
Roth Markgrafenschloss
Schillingsfürst Barockschloss
Sanspareil Naturfelsen-Park
Solnhofen Basilika, Fossilienmuseum
Weißenburg Wülzburg, Römerkastell
Wolframs-Eschenbach erhaltene Stadtbefestigung, Deutschordensschloss



Museen im Landkreis Bad Kissingen:
Schloss Aschach (Telefon 09708/6142)
Graf-Luxburg-Museum, Volkskundemuseum, Schulmuseum
Heimatmuseum Bad Brückenau (Telefon 09741/80455)
Sammlung zur Geschichte und Volkskunde der Stadt und des ehemaligen Landkreises Bad Brückenau
Deutsches Fahrradmuseum (Telefon 09741/....)
Sammlung
Stadtmuseum Herrenmühle Hammelburg (Telefon 09732/80276)
Dauerausstellung zu den Schwerpunktthemen „Brot und Wein“
Henneberg-Museum Münnerstadt (Telefon 09733/810528)
Städisches Museum im Deutschordensschloss
Heimatmuseum Nüdlingen (Telefon 0971/2631)
Ländlich-bäuerliches Museum des Heimatvereins
Bismarck-Museum Bad Kissingen (Telefon 0971/7851241)
Bismarck-Wohnung in der fürstbischöflichen Kurresidenz Oberen Saline
Heimatmuseum Poppenlauer (Telefon 09733/4172)
Archäologische Ausgrabungen und Volkskunde, Heimatverein Markt Maßbach
Heimatstube Rannungen (Telefon 09738/327)
Ausstellung im altem Schulhaus
Ruine Trimburg (Telefon 09704/211)
Öffnung sonn- und feiertags 12 bis 18 Uhr
Werberger Stube (Telefon 09748/367)
Museale Erinnerungsstätte für das im Truppenübungsplatz Wildflecken abgesiedelte Rhöndorf


Rhöner Schlösser, Burgen und Ruinen:
Aschach Schloss
Bad Kissingen Ruine Bodenlaube
Bad Neustadt Ruine Salzburg
Bischofsheim Ruine Osterburg
Elfershausen Ruine Trimburg
Hammelburg Schloß Saaleck, Schloss Greifenstein und Rotes Schloss
Irmelshausen Wasserschloß
Maßbach Schloss
Münnerstadt Deutschordensschloss
Ostheim Ruine Lichtenburg
Weissenbach Schloss
Zeitlofs Schloss
Bischofsheim Holzberghof
Huflar Schloss
Fladungen Schloss
Lebenhan Schloss
Mühlfeld Schloss
Neustädles Schloss
Nordheim Schloss
Rödelmaier Schloss
Roßrieth Schloss
Sondheim Schloss
Völkershausen Schloss



In der Rhön befinden sich auch zahlreiche Wallfahrtsorte, die zum überwiegenden Teil auch noch Ziel von Wallfahrten sind.

Im Landkreis Bad Kissingen:

Marienkapelle in Bad Kissingen, Wallfahrtskirche Fridritt, Kloster Altstadt und Maria Steinthal in Hammelburg, Wallfahrtskirche Maria Ehrenberg, Thalkirche in Münnerstadt, Kirche auf dem Volkersberg und Marien-Kapelle in Ramsthal, Wallfahrtskirche Windheim bei Bad Bocklet.

Landkreis Bad Neustadt:

Wallfahrtskirche Alsleben, Pfarrkirche in Braidbach, Gangolfskapelle in Fladungen, Oberdorfkapelle in Hendungen, Wallfahrtskirche Maria Hilf in Ipthausen, Kloster und Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg, Großenbergkapelle in Mellrichstadt, Kirche Maria Schnee in Unterebersbach, Marienkapelle in Bad Neustadt, Sebastianskapelle Nordheim und Wallfahrtskirche Findelberg in Saal a. d. Saale


Rhöner Kirchenburgen und Wehrkirchen

Oberelsbach

Die Mauer um die Kirche ist noch weitgehend erhalten. Die Kirche mit dem stattlichen Saalbau wurde 1756/84 erbaut.

Sondheim vor der Rhön

Es sind Teile der Gaden und Mauern erhalten geblieben. Der Turm der Pfarrkirche hat vier Scharwachtürmchen. Die Bretterdecke des Langhauses ziert ein Gemälde das die Himmelfahrt Christi zeigt.

Nordheim vor der Rhön

Von der Befestigung ist noch ein runder Turm vorhanden. Nordheim ist eine der ältesten Siedlungen des oberen Streutales. Zur Kirche hinauf gibt es einen bildschönen Aufgang. Kirche mit beachtenswerten gotischen Fresken und spätgotischen Abendmahlsgruppe.

Osteim vor der Rhön

De 1596 zur Stadt erhobene Ort wird von der schönsten Kirchenburg Deutschlands, die man als Festung bezeichnen kann, überragt. Ostheim nennt man auch das „Rothenburg an der Streu“. Sehenswerte Fresken befinden sich am Südfenster.

Oberstreu

Die Pfarrkirche liegt auf einer kleinen Anhöhe und ist mit Gaden umgeben, die zu den besterhaltenen Unterfranken zählen.

Mittelstreu

Die Pfarrkirche ist teilweise noch mit Gaden umgeben und besitzt ein schönes Portal von 1715 und einen beachtenswerten Taufstein von 1601.

Unsleben

Einige Gaden und Mauerreste sind noch erhalten.

Heustreu

Es gibt zwei Wehrkirchen. Eine auf dem Michelsberg mit Friedhofsbefestigung als Rundling mit ehemaligen Wehrgang und die Pfarrkirche die an Stelle einer Wasserburg errichtet wurde. Zwei Türme sind bei ihr noch erhalten.

Brendlorenzen

Hier steht eine der ältesten Kirchen Deutschlands. Sie war Mittelpunkt für die Christianisierung des Westergaues und besitzt Freskenmalereien aus der Zeit um 1423.

Nüdlingen

Der Torturm zeugt noch von der früheren Befestigung. Der Kirchturm stammt aus dem späten 14. Jahrhundert.

Fuchsstadt

Die vorhandenen Gaden sind gut erhalten. Die Pfarrkirche von 1766 hat einen großartiges Langhaus mit schöner Ausstattung.

Diebach

Es ist noch ein Teil der zweigeschossigen Gaden vorhanden. Der Ort wurde bereits 777 urkundlich genannt. Die Pfarrkirche ist spätromanisch mit interessanten Details und Grabdenkmälern neben einem neuen Gotteshaus von 1971/73.

Untereschenbach

Es sind noch Mauerreste von der malerischen Wehrkirche vorhanden. Die Pfarrkirche erhielt 1568 im Chor ein Wehrgeschoß mit Fachwerk.

Campingplätze:

Fladungen, Motten-Kothen, Bischofsheim, Wildflecken-Oberwildflecken, Sandberg-Waldberg, Bad Irmelshausen, Sulzfeld, Unterleichtersbach, Thulba, Bad Kissingen, Gräfendorf

Reisemobilstellplätze:

Fladungen, Bischofsheim-Haselbach, Bad Neustadt-Mühlbach, Bad Brückenau, Bad Königshofen, Bad Bocklet, Münnerstadt, Unterleichtersbach, Thulba, Gräfendorf, Hammelburg


Tourist-Infozentren in der Rhön:

„Haus der Schwarzen Berge“ Wildflecken-Oberbach, Tel. 09749/9122-0

Wasserkuppe, Gersfeld, Tel. 06654/91834-20

Kaltennordheim, Tel. 036966/7349


Biosphärenreservat Rhön

Es ist eines von mehr als 300 Reservaten in 75 Staaten, die von der Unesco seit 1968 eingerichtet wurden. Die Rhön erhielt das begehrte Prädikat wegen der durch die Menschen in Jahrhunderten extensiver Nutzung geschaffenen Kulturlandschaft. Schaf und Vieh weideten auf den Kuppen. Um die weiten Wiesenflächen nachhaltig zu bewirtschaften initierte man das Rhönschaf-Projekt, denn Lammgerichte sind im Kommen.

Trotz der drei Länder Bayern, Hessen und Thüringen die in der Rhön aneinandergrenzen haben die Rhöner eine gemeinsame Entwicklungsstrategie für ihre Heimat geschaffen.

Die Rhön wird das „Land der offenen Fernen“ genannt, wegen ihrer typischen kargen sanft gewellten oder markanten Kuppen. Der höchste Berg ist die Wasserkuppe mit 950 müNN. Auch die Laubwälder, die 40 % der Fläche bedecken sind charakteristisch für die Rhön.

Aufgabe ist es diese durch Rodung und landwirtschaftliche Nutzung entstandene Kulturlandschaft mit ihrer außergewöhnlichen Pflanzen- und Tierwelt zu erhalten.

Ökologisch erzeugte Produkte und Rhöner Spezialitäten locken Kunden von überall her an.

In der Rhön gibt es ein ausgedehntes Wanderwege-, Mountainbiking- und Loipennetz und viele Skilifte.

Im Jahre 1911 entdeckten Studenten der TU Darmstadt die Wasserkuppe für den Segelflug. Durch das Verbot des Motorflugs im Versailler Vertrag nach dem Ersten Weltkrieg gewann der Segelflug große Bedeutung. Berühmte Konstrukteure wie Messerschmitt begannen auf der Wasserkuppe ihre Karriere. Dort ist das Zentrum für Segel-, Ultraleicht- und Drachenflug.

Pauschalangebote unter dem Motto "Wandern ohne Gepäck" sind sehr beliebt. Wen wundert das bei dem umfangreichen 3500 km Wanderwegen.

Der Großteil des Naturparks Rhön gehört zum Biosphärenreservat Rhön. Der bayerische Teil des Reservats erstreckt sich zwischen Bad Brückenau im Westen, Hammelburg im Süden, Bad Neustadt im Osten und Fladungen im Norden.

Eine Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön hätte Vorteile hinsichtlich der Förderungsmöglichkeiten entsprechender Projekte in den Erweiterungszonen. Denkbar wäre eine Ausdehnung bis zur Saale im Landkreis Bad Kissingen. Die Naturparkgrenze verläuft ja auch teilweise an der Saale.

Mit dem neuen Pilotprojekt Grünlandschutz und Landschaftsentwicklung soll der durch die Aufgabe von ertragsschwachen Flächen fortschreitenden Verbrachung und Verbuschung auf den Rhönwiesen entgegengesteuert werden. Dafür sollen in dem auf vier Jahre angelegten Versuch 1,4 Millionen Euro angelegt werden. Mittel dazu kommen auch von dem maßgeblichen Initiator der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt mit ihrem Artenschutzprojekt. Dieses Projekt der großflächigen Beweidung soll Modellcharakter für andere Mittelgebirge haben. Neben dem Rhönschaf könnte das „Gelbe Frankenvieh“ und eine Rückzüchtung des Auerochsen auf die Weiden gebracht werden.

Seit dem Jahr 2000 befinden sich bereits jährlich etwa 100 Kalbinnen auf den Pensionsweiden in Kilianshof auf der Südseite des Kreuzberges. Die trächtigen Tiere kommen heuer aus sieben Betrieben. Die Geburt nach der Sommerweide verläuft problemloser und die Kalbinnen sind gesund und widerstandsfähiger gegen Erkrankungen. Es fehlen nur noch die Kuhglocken wie sie auf den Almen in den Alpen üblich sind.

Das Biosphärenreservat verdient die gleiche Förderung wie die anderen bayerischen Reservate Bayerischer Wald und Berchtesgaden, auch wenn die Rhön weit von München entfernt liegt!


Geologische Verhältnisse

Die Kegel oder Kuppenrhön ist eine Ansammlung ehemaliger Vulkanschlote. Die Vulkane bildeten entweder Kegel oder Plateaus, wie die Lange Rhön, bei der die Lava zusammengeflossen ist.

Wegen der Undurchlässigkeit des Basalts sind auf der Plateaufläche das Schwarze und Rote Moor.

Der Wald bleibt heute hauptsächlich auf die Abhänge beschränkt. Die Hochflächen sind weitgehend frei von Wald, weil sie für Viehweiden gerodet wurden.

Ende des 19. Jahrhunderts fing man an die Basaltvorkommen und den Schwerspat in größerem Umfang abzubauen. Damit wurden Arbeitsplätze in der Region geschaffen und viele mussten nicht mehr zur Saisonarbeit weit weg fahren. Der Schwerspat oder Baryt im Buntsandstein wurde im Oberen Sinntal und im Spessart unter Tage wie auch das Braunkohlevorkommen abgebaut. Es fand Verwendung in der Farbenherstellung und als Strahlenschutzmaterial.

Das Südrhön besteht fast nur aus Buntsandstein. Der durch das verlandete Jurameer gebildete Muschelkalk und der in dem großen Flußdelta entstandene Keuper sind in vielen Jahrmillionen abgetragen worden. Nur in einigen Erdeinbrüchen wie in Stralsbach oder einiger Kiesgruben ist der Muschelkalk nicht zerfressen.

Geologische Formationen: Der Meeresboden wurde im Jura vor ca. 150 Mill. Jahren und später zur Zeit des Rhönvulkanismus vor bis zu 50 Mill. Jahren an einer Seite angehoben. Das führte dazu dass das schwäbisch-fränkische Schichtstufenland mit diesen Triasgesteinen entstand. Dabei ist die Verbreitung der Gesteine im wesentlichen wie folgt:

Keuper kommt östlich der Linie Mellrichstadt-Maria Bildhausen-Maßbach-Hassfurt-Schweinfurt-Arnstein-Würzburg-Rothenburg vor. Der Letten- und Gipskeuper des Grabfeldes bildet mit Löß zusammen fruchtbare Böden. Die Haßberge gehören schon zu der Keuperzone.

Der Muschelkalk hat sich als Saum um die ihn schützenden Basaltdecken in der Langen Rhön, am Kreuzberg und den Schwarzen Bergen erhalten. Östlich davon gibt es ein größeres Vorkommen zwischen der Streu (B 285) und dem Oberelsbach, Unsleben und der A 71. Der Muschelkalkrand zum Buntsandstein verläuft dann weiter an Bad Neustadt östlich vorbei nach Münnerstadt, Nüdlingen um dann linksseitig der Fränkisches Saale und ebenfalls linksseitig des Mains bis nach Wertheim und Eberbach am Neckar. Der Muschelkalk entstand durch eine Meeresüberflutung nach der Festlandzeit des Buntsandsteins.

Die Ablagerungen im Buntsandstein sind von Frankreich her angeschwemmt worden. Sie setzten sich im Zechsteinmeer das im Norden eine Verbindung zum Ozean hatte ab. Der Buntsandstein tritt westlich des oben beschriebenen Muschel-kalkrandes zu Tage, reichen in größerer Tiefe jedoch bis zur Donau die den Rand dieses Absetzbeckens im Süden bildet.

Die größte Mächtigkeit erreicht der Buntsandstein in Mellrichstadt mit 695 m. Er gliedert sich in den Unteren, Mittleren und Oberen Buntsandstein.


Querschnitt Schichtstufenland Rhön-Main:





Das Schichtstufenland erstreckt sich jedoch weiter von der Rheinebene bis zum Bayerischen Wald und von der Rhön bis zur Donau.

Die größte Mächtigkeit erreicht der Buntsandstein in Mellrichstadt mit 695 m. Er gliedert sich in den Unteren, Mittleren und Oberen Buntsandstein.

Im Markt Bad Bocklet herrscht in erster Linie das Gestein des Mittleren Buntsandsteins vor. Die Sandsteine sind der Grund für die großen siedlungsarmen Waldungen. Großenbrach, der Altenberg und der Stellberg liegen in der Zone der Saaleschotterterrassen. Das Schloß steht auf Lößlehm, genauso wie die von der Saale umflossenen Felder Kleinbrachs. An den Prallhängen der Saale und den Talhängen der Aschach tritt der Mittlere oder Hauptbundsandstein zu Tage. Darüber liegt der harte Plattensandstein der Zone der Oberen Buntsandsteine mit dem Klauswald oder Salzforst.

Die Farbe des Buntsandstein ist auf das rote Eisenoxyd zurückzuführen das das angeschwemmte Abtragungsmaterial verkittete wenn gelöstes Quarz, d. h. Kieselsäure vorhanden war.

Die Gesteinsschicht aus der die wertvollen Inhaltsstoffe der Heilwasser stammen ist der Zechstein mit den mächtigen Salzlagern.

Er befindet sich unter dem Buntsandstein, darunter gibt es stellenweise Rotliegendes (Roter Sandstein) das wiederum auf dem kristallinen Grundgebirge liegt. Die Salzlager wurden ausgelaugt und in den sich bildenden Senke setzten sich im Alttertiär Sedimente und Reste der üppigen Sumpfwäldern in dem damals tropischen Klima ab. Aus den Baumstämmen entstand dann eine Braunkohle mit geringem Heizwert, die bis in die 60er Jahre abgebaut wurde. An einigen Aufschlüssen wie dem geologischen Wanderpfad am Bauersberg kann man sie finden.

In den Schichten des Tertiär konnte sich unterirdisch Lava einschieben, die nicht den Weg aus dem Vulkanschlot fand. Die Vulkane der Rhön reichen im Osten bis zum Gebaberg in Thüringen und im Süden bis zum Sodenberg bei Hammelburg. Als Nachwirkungen des Vulkanismus treten im Gebiet der Rhön zahlreiche Säuerlinge auf, die die Kurorte entstehen ließen. Bei der Entgasung vulkanischer Restlösungen kann auch Kohlensäure entstehen.

Das aus der Zechsteinzeit stammende Steinsalzlager ist der Rohstoff für die Heilquellen.

Wie im Braunkohletertiär kann in geologischer Zukunft die Erdoberfläche in den Auslaugungsgebieten zwischen Bad Kissingen und Mellrichstadt nachsinken. Der Stralsbacher Graben gehört zu der Kissinger-Hassfurter Störungszone wo Gesteinsverwerfungen auftreten. Dieses tektonische Element führt von der Rhön bis zum Bayerischen Pfahl und ist auch für den Verlauf des Mains durch den Steigerwald verantwortlich. Besonders in der mächtigsten Salzzone bei Bad Kissingen trat die stärkste Tektonik auf. Eine Senke bildete den Frickenhäuser See, eine den Liebfrauensee in bei Bad Kissingen sind mindestens 100 m Salz verschwunden. Eine Verwerfung befindet sich an der Bodenlaube.

Die Erdrisse wurden durch die Alpenfaltung und den Vulkanismus verursacht und hier noch durch die Auslaugung verstärkt. Bei der Entstehung der Alpen wurde die Triasschichten nach Norden geschoben, wobei die Platte zerbrach. Die Zugspitze, die aus 1000 m Algenkalk in nur 50 m tiefem Wasser gebildet wurde, entstand durch allmähliches Absinken des Meeresgrundes wobei die Wassertiefe wurde durch den abgesetzten Kalk kompensiert wurde.

Danach erst kam es zur Vulkantätigkeit in der Rhön, die sich 10 Mill. Jahre hinzog. Die Zerrüttung des Untergrundes ermöglichte den Aufstieg der vulkanischen Gesteine Basalt, Phonolith und Tuff. Explosionsartig drückte sich durch Wasserdampf und Gasdruck glutflüssige Schmelze in die Hohlräume. Auffällig sind die meist fünf- und sechskantigen Säulen, die bei der Abkühlung unter der Erdoberfläche entstanden. Der Säulenbasalt fand Verwendung bei den Deichbauten in Holland.

Das Einzugsgebiet der Kissinger Heilwässer liegt im Vorland der Schwarzen Berge. Es wird durch die oberste Schicht des Zechsteins gestaut und von der Kohlensäure dort an die Erdoberfläche gedrückt, wo die Störungszone das Saaletal quert. Die bis zu 4 m dicke Auelehmschicht hindert das Wasser am Austritt und schützt gleichzeitig die Heilquellen.

Für die Bildung der Urgebirgssteine nimmt man den Zeitraum vor 4 Mrd. bis 600 Mill. Jahren an. Das kristalline Grundgebirge tritt im Westen des Spessarts zu Tage, wird hier überdeckt und erscheint dann wieder im Fichtelgebirge.

Der Sedimentation folgte in der Kreidezeit und im Tertiär die Abtragung von teilweise bis zu 800 Metern.

In der Avernensiszeit vor etwa zwei Millionen Jahren lagen die Wasserläufe noch etwa 100 Meter höher. Im Altpleistozän waren sie sehr wasserreich und gruben sich innerhalb von 1 Mill. Jahren in die heutigen Täler ein. Die Saale, Werra und der Main entstanden, in Meiningen lebten Nilpferde und die Landschaft sah aus wie in Kenia.

In der Eiszeit, die vor 15000 Jahren zu Ende ging, gab es in den Mittelgebirgen über 1000 Metern Vergletscherungen. Hier befand sich eine Tundralandschaft, in der der Wind Staub herbeitrug, der sich als Löß absetzte. Die zuvor breiten Flüsse wurden wasserarm und der Mensch erscheint auf der Bildfläche.

In der nacheiszeitlichen Warmzeit bis 500 v. Chr. entstanden dann unsere Eichen- und Buchenwälder. Danach kühlte es wieder ab und die Eichenwälder wurden von den Buchen- und Fichtenwäldern verdrängt.

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Agenda 21



Auf der Umweltkonferenz in Rio wurde von allen Regierungen der Welt die Agenda 21 eingeführt.

Damit soll ausgedrückt werden was zu tun ist für das 21. Jahrhundert.

Der Umgang mit der Umwelt und insbesondere der CO2-Ausstoss rächt sich mit Naturkatastrophen wie den Hurrikans Katrina und Rita an der Südküste der USA.
Im Pazifik droht den flachen Koralleninseln wegen des steigenden Meeresspiegels die Überflutung, während es beispielsweise in Kenia für viele Menschen kein Wasserloch in 20 km Entfernung gibt. Neben dem Thema umweltverträgliche Entwicklung soll auch Soziales und Kultur bei der Agenda 21 berücksichtigt werden. Dazu gehört auch Gerechtigkeit, Solidarität und Hilfe für die Menschen in den Entwicklungsländern.

In Ländern wie Guatemala erhalten die Bauern für ihre harte Arbeit in den Kaffeeplantagen nur einen Hungerlohn, ganz im Gegensatz zu den Plantagenbesitzern, Verpackern oder den Verkäufern. In den Eine- Welt- Laden bekommen sie bei uns einen fairen Preis, denn hier kostet das Pfund Kaffee 6 Euro. Deshalb sollten alle die helfen können die Armen mit Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen. Unter den zahlreichen Hilfsorganisationen setzt sich das CCF-Kinderhilfswerk e.V. in Nürtingen für den Brunnenbau auch in Kenia ein. Mit einer Spende von 15 Euro können zwei Meter Trinkwasserleitung dort für die Massai verlegt werden.

Die Unicef oder auch private Projekte ermöglicht Kindern in Afrika mit 8 Euro Spende einen zwei Monate langen Schulbesuch.Vor allem die Schwestern Maria nehmen sich den Slum-Kindern in Lateinamerika und Asien an. Sie wurden vor 40 Jahren von dem Armenpfarrer Aloysius Schwarz, der zweimal für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, gegründet.

Zur Förderung der lokalen Agenda 21 und der Nachhaltige Entwicklung in Städten und Gemeinden wird auf die Internetadressen www.bayern.de/lfu/komma21 verwiesen.

Der Bauhof der Gemeinde Bad Bocklet hat ein Biodieselfahrzeug und zwischen Aschach und Bad Bocklet gibt es eine Biodieseltankstelle. Auf dem Dach des Rathauses ist eine Photovoltaik-Anlage installiert. In Steinach, Roth und Aschach arbeiten Wassertubinen.


Warum gibt es keine Subventionen für solche Kleinkraftwerke, so wie es sie für Solaranlagen und Photovoltaik gibt. Der Anteil des Stroms in der Bundesrepublik der mit Hilfe von Wasserkraft erzeugt wird beträgt bis zu 15 %. Damit ließe sich ebenfalls die Kohlendioxid-Belastung der Atmosphäre verringern.


Das in den 1960er Jahren gebaute Wasserkraftwerk an der Saale in Aschach liefert regenerative Energie. Das Überlandwerk Unterfranken hat es schon lange an einen privaten Betreiber verkauft. Es hat eine maximale Leistung von 220 KW. Die Wartung führt Herr Leo Bauer aus Aschach seit rund 30 Jahren durch.
1920 erhielt Aschach ein Stromnetz das von der Gräflich-Luxburgischen Mühle versorgt wurde. Diese versorgte neben dem Sägewerk auch das Schloß. Das Wasser wurde dafür durch ein langes Wehr aufgestaut.
Am Kraftwerk befindet sich auch eine Fischumgehungstreppe. Die Wehre behindern jedoch die geplante Ansiedlung von Lachsen im Oberlauf der Fränkischen Saale.
In Kürze soll auch die Sonne zur Stromerzeugung auf einem Feld bei Aschach angezapft werden. Hinter einem Sichtschutz aus Hecken verbirgt sich dann eine Photovoltaik-Anlage mit 2,5 ha.
Ein zentrales Thema der Agenda 21 ist Wasser.
Zur Nutzung der immer kleiner werdenden Trinkwasservorräte bietet sich die Nutzung des Regenwassers an. Dafür gibt es mittlerweile ausgereifte Produkte, wie sie auch schon von dem örtlichen Agenda-Arbeitskreis vorgestellt wurden.

Die öffentlichen und privaten Bauherren könnten durchlässige Beläge einbauen, Teiche, Versickerungsmulden und Zisternen anlegen. Noch aber werden die Bauherren für solche Maßnahmen nicht belohnt. Denn ihre Abwassergebühren werden allein am Frischwasserverbrauch gemessen und nicht daran, was sie etwa an Regenwasser in den Kanal leiten.


Hochwasserschutz


Eine Hochwasserschutzmaßnahme war auch der Bau eines Mäanders bei Aschach im ehemaligen Flußbett. Dort wurde an der Saale der Durchstich aus der Zeit um 1850 zur Leistungssteigerung des damaligen Sägewerks abgesperrt und die Fließstrecke um 370 Meter verlängert. Der Mäander mit seinem flachen Ufer wird gern zum Baden benutzt.



Der Durchstich wurde seinerzeit angelegt um die Leistung des Sägewerkes unterhalb des Schlosses zu erhöhen. Jetzt befindet sich dort ein Wasserkraftwerk das hier die so genannten erneuerbaren Energiequellen nutzt.

Durch die Anlage dieses Mäanders soll für den vorbeugenden Hochwasserschutzes das Wasser der Fränkischen Saale durch Laufverlängerung und künftig entstehende Auwaldstrukturen gebremst werden.

Eine Verbesserung muss aber auch gleichzeitig etwas gegen den schnellen Abfluss am Entstehungsort der Hochwasser getan werden.

Das Stichwort dafür ist „Versickern anstelle Versiegeln“!

Die verheerenden Hochwasser im Sommer 2002 und Januar 2003 sind noch gar nicht so lange her, aber das Übel wird trotzdem nicht an der Wurzel gepackt. Die Kosten die für den Hochwasserschutz an Saale und Thulba in Höhe von rund 20 Millionen Euro ausgegeben werden, würden auch sinnvoll in Form von Zuschüssen in den vorbeugenden Hochwasserschutz innerhalb von Bebauungen angelegt sein.

Wenn das Wasser erst mal in der Saale ist nützen auch die Auenwälder nichts gegen ein Hochwasser. Deshalb sollte es das Ziel sein, das Regenwasser in den Kanälen zu veringern.
Bei dem an der Nordbrücke bei Bad Kissingen angelegten Mäander zeigte sich eine schnellere Überflutung der Auen. Deshalb sollte dort noch eine Geländemodellierung erfolgen.


Vor nicht allzu langer Zeit hatte man erst den Spazierweg und den schmalen Wiesenstreifen entlang der Saale Richtung Altenberg durch eine Auffüllung höhergelegt und damit Retentionsflächen ver-nichtet. Durch die Flurbereinigungen erhöhte sich auch der Oberflächenwasserabfluss um ca. 25 %.

Inzwischen ist auch die Eindeichung und der Hochwasser-Mauerbau in Bad Kissingen weit fortgeschritten. Die 2,30 Meter hohen Mauern im Rosengarten werden nun nur 0,90 Meter hoch, da sie von den Anliegern abgelehnt wurden. Auf den niedrigeren Mauern werden dann jeweils nach der Kursaison Pfosten montiert, die den Einbau von Schutzelementen ermöglichen. So soll verhindert werden dass durch ein 100jährige Hochwasser 15 ha der Stadtfläche überschwemmt werden. Dabei trägt der Freistaat 65 % und die Stadt 35 % der Kosten. Bei dem Hochwasser im Januar 2003 wurde die neusanierte Wandelhalle auch überflutet.


Hochwasserschutz an der Wandelhalle Bad Kissingen durch ca. 1,30 m hohe mobile Wände und Neubau des Luitpoldsteges

Die Minimierung von Versiegelungen und die Regenwasserrückhaltung in Baugebieten sind Faktoren die dazu beitragen Hochwasser zu verhindern. Der Aufwand für die Pflege solcher Anlagen durch die Gemeinden steht in keinem Verhältnis zu den immensen Schäden durch die letzten Katastrophen. Der Bau und die Unterhaltung der Anlagen sollten subventioniert werden, da sie allen dienten.


Trinkwasserschutz


Die Schutzmassnahmen für unser Trinkwasser und damit auch dem Grundwasser reichen nicht aus.

Neben dem enormen Verbrauch ist es durch Verschmutzungen der Industrie und Landwirtschaft gefährdet.

Die Lösung dieser Problematik liegt in einer Schonung des Grundwassers. In Unterfranken sind die Niederschlagsmengen mit 77 Zentimeter pro Quadratmeter sehr gering. Unser Trinkwasserverbrauch liegt bei 120 Liter pro Tag.


Informationen zu den erneuerbaren Energien können beim Markt Bad Bocklet und seinem Info-Zentrum Untere Steinsmühle in Steinach bezogen werden.

Hier einige Seiten aus der beim Markt erhältlichen Bauherrnmappe des örtlichen Agenda-Arbeitskreises aus dem Jahr 2001:

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Historische Persönlichkeiten


Der Brunnen an der Von-Henneberg-Straße wurde 1999 errichtet. Es ist ein Figurenbrunnen mit vier historischen Persönlichkeiten Aschachs:

Für den Kurort sehr wichtig war der Entdecker der Heilquelle Pfarrer Johann Georg Schöppner, weiter wichtige Männer aus der Aschacher Geschichte waren der Arzt und Lyriker Franz Michael Werner, der Stifter des Schloßmuseums Graf Karl Luxburg und der Bildhauer Balthasar Schmitt.

Der Bildhauer und Maler ist am 29.05.1858 in Aschach geboren und am 01.05.1942 in München gestorben.

Von Balthasar Schmitt wurde der Gekreuzigte und das Dreifaltigkeitsrelief am Hochaltar der Aschacher Kirche, die Friedhofskapelle, die Siegfriedsäule als Denkmal an den Feldzug gegen Frankreich an der Einmündung der Ringstraße in die Von-Henneberg-Strasse und die Mariensäule, die an die Opfer des Ersten Weltkrieges erinnert geschaffen. Zu seinen zahlreichen, weit verstreuten Kunstwerken gehört auch das Kriegerdenkmal 1870/71 in Bad Kissingen, in Würzburg der Kiliansbrunnen und die berühmte Büste des heiligen Adalbero. Er ließ 1900 an Stelle seines Geburtshauses in der Von-Henneberg-Strasse Fachwerkhaus erbauen.

Dr. med. Franz Michael Werner, Lyriker und Arzt am Distriktskrankenhaus in Aschach. Er war Mitbegründer der Aschacher Feuerwehr und lange Zeit Kommandant und Vorstand.

Im Biedermeierbad hielten sich auch Persönlichkeiten des Jenaer Romantikerkreises um Goethe und Schiller auf. Dazu gehörte auch Auguste Böhmer von der sich ein Relief des Bildhauers Thorwaldsen im Kurmittelhaus befindet.
Aus Steinach stammte der Professor in Mainz Nikolaus Alexius Johann Habich (geb.11.11.1753 , gest. 28.6.1826) und sein Bruder der Prister Baptist Michael Johann Habich. Beide betrieben Studien zum Planetensystem und bauten astronomische Uhren.

Näheres zu den Künstlern, Musikern, Handwerkern und Gelehrten des Marktes können Sie auch unter der Adresse www.bad-bocklet.de erfahren.

Der Bildhauer und emeritierte Professor an der Kunsthochschule Kassel Bernhard Graf Bylandt-Rheydt (3.1.1905-1998) lebte 28 Jahre in Aschach. Seine Werke sind im Museum Schloss Moyland (bei Cleve an der holländischen Grenze) zu besichtigen. Für seine Skulpturen verwendete er immer Granit, der ihn an seine Zeit in Ostpreußen erinnerte.


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Links
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www.badkissingen.de
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www.mainpost.de
www.rhoen-saale.net
www.rsg-bad-kissingen.de
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www.naturpark-rhoen.de
www.biosphaerenreservat-rhoen.de
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www.freilandmuseum.de
www.dieschranne.de
www.frankentourismus.de
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www.rhoenhimmel.de
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www.menschen-recht-wasser.de
www.sender-kreuzberg.de
www.kreuzbergbier.de
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www.museen-in-bayern.de
www.oneworldweb.de/agenda21
www.orchid-rhoen.de
www.ccf-kinderhilfswerk.de
www.unicef.de
www.schwesternmaria.de
www.all4afrika.de